Lohngleichheit in der Schweiz: Was KMU wirklich wissen müssen
Ab 100 Mitarbeitenden ist die Lohngleichheitsanalyse Pflicht. Darunter nicht. Trotzdem lohnt es sich, auch mit 20 oder 50 Leuten einen nüchternen Blick auf die eigene Lohnstruktur zu werfen – nicht weil es das Gesetz verlangt, sondern weil sich sonst Dinge einschleichen, die später teuer werden.
Was das Gesetz tatsächlich verlangt
Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden müssen alle vier Jahre eine Lohngleichheitsanalyse machen, von unabhängiger Stelle prüfen lassen und die Belegschaft über das Ergebnis informieren. Meistens läuft das über Logib, das Standard-Tool des Bundes. Entscheidend ist die Unternehmensgrösse, nicht die Branche.
Warum sich das auch für kleinere Unternehmen lohnt
Niemand baut absichtlich unfaire Löhne. Sie entstehen einfach – weil über Jahre jeder Lohn einzeln verhandelt wurde, ohne gemeinsame Logik dahinter. Irgendwann verdient die eine Person mehr, weil sie besser verhandelt hat, nicht weil sie mehr leistet. Wer das früh in den Griff bekommt, hat es beim Wachstum über die 100er-Schwelle leichter – und wirkt schon vorher glaubwürdiger als Arbeitgeber.
Wie das in der Praxis aussieht
Drei Dinge braucht es: Lohnbänder pro Rolle und Level, eine Kennzahl, die zeigt, wo jemand innerhalb seines Bandes steht (die Compa-Ratio), und eine Übersicht, die Abweichungen sofort sichtbar macht. Erst wenn das steht, lässt sich eine Lohnrunde fair und budgetbewusst planen – egal ob am Ende eine offizielle Analyse ansteht oder nicht.
Was ein Tool wie NOLIQA PAY leistet – und was nicht
NOLIQA PAY ist ein Excel-Tool für Lohnstruktur und Vergütungsplanung. Es hilft, Lohnbänder zu definieren, Compa-Ratios zu berechnen und Lohnrunden-Szenarien durchzuspielen, bevor Budgetentscheide fallen. Was es nicht ist: Rechtsberatung oder eine offizielle Equal-Pay-Zertifizierung. Wer eine gesetzlich anerkannte Analyse braucht, kommt um die offizielle Methode nicht herum. Aber als Vorarbeit und laufendes Arbeitsinstrument liefert so ein Tool genau das, was vielen KMU fehlt: eine Übersicht, die auf den eigenen Zahlen basiert und nachvollziehbar bleibt.
Mehr dazu unter noliqa.ch.
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